

Brauchen Sie einen Wasserfilter? Eine ehrliche Antwort
Deutsches Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel des Landes — und trotzdem greifen immer mehr Haushalte zum Wasserfilter. Ein Widerspruch? Nicht ganz. Ein Filter macht unsicheres Wasser nicht sicher, aber er verbessert gutes Wasser: im Geschmack und vor allem dort, wo Kalk Ihre Geräte angreift. Wir sagen Ihnen, wofür sich ein Filter wirklich lohnt und wofür nicht.
Was steckt im Leitungswasser?
Rund 125 Liter Wasser verbraucht jeder von uns am Tag — fürs Duschen, Zähneputzen, Putzen und Kaffeekochen. Die Wasserwerke halten dabei strenge Grenzwerte ein, und das Wasser ist bedenkenlos trinkbar.
Vollständig rein ist es trotzdem nicht. Im Wasser bleiben unter anderem Kalk, Chlor, Spuren von Blei und Kupfer aus alten Hausleitungen sowie geringe Mengen weiterer Stoffe. Gesundheitlich sind diese Mengen unbedenklich. Geschmacklich und technisch sind sie es nicht: Kalk setzt sich in Kaffeemaschine, Wasserkocher und Kühlschrank ab, und Chlor schmeckt man.
Ein verbreiteter Irrtum: Abkochen hilft nur gegen Bakterien und Viren. Kalk, Metalle und chemische Rückstände bleiben im Wasser — ihre Konzentration steigt dabei sogar leicht an.
Wofür sich ein Wasserfilter lohnt
Für den Geschmack. Ohne Chlor und Kalk schmecken Kaffee und Tee runder. Wer einmal verglichen hat, merkt den Unterschied sofort.
Für Ihre Geräte. Hier liegt der größte Nutzen. Ein verkalktes Heizelement braucht mehr Strom, die Maschine heizt langsamer, und am Ende geben Pumpe oder Leitungen auf. Ein Filter für wenige Euro schützt ein Gerät für mehrere Hundert.
Für die Umwelt und den Geldbeutel. Wer gefiltertes Leitungswasser trinkt, spart Kästen, Pfandflaschen und das Schleppen. Flaschenwasser enthält im Übrigen nicht automatisch mehr Mineralien als Leitungswasser — bei einer normalen Ernährung nehmen Sie ohnehin genug auf.
Wofür ein Filter nicht gedacht ist
Ein Haushaltsfilter ersetzt keine Wasseraufbereitung. Er macht aus belastetem Brunnenwasser kein Trinkwasser, und er schützt nicht vor Bakterien in Oberflächenwasser — dafür brauchen Sie einen Outdoor-Filter. Wer Sorge wegen alter Bleileitungen im Haus hat, sollte das Wasser untersuchen lassen, statt sich auf einen Filter zu verlassen.
Welcher Filter passt zu welchem Gerät?
Kühlschrank Wasserfilter
Ein Side-by-Side-Kühlschrank liefert gekühltes Wasser und Eiswürfel. Der Filter darin sollte zweimal im Jahr gewechselt werden — dann bleiben Chlorgehalt und Keimzahl niedrig, und das Gerät wird geschont.
Wasserfilter für unterwegs
Auch wenn Sie viel unterwegs sind, können Sie Wasser filtern. Es gibt beispielsweise Wasserfilter zur Nutzung auf einem Boot und in einem Caravan. Die ideale Lösung, wenn Sie mit Ihrem Wohnwagen ins Ausland fahren. Dort entspricht das Wasser oft nicht dem dem deutschen Standard und schmeckt oft sehr stark nach Chlor. Ein Wasserfilter hilft dann sehr, sauberes Trinkwasser zu erhalten. Beim Wandern gibt es außerdem die Möglichkeit, z. B. Berg- oder Flusswasser mit den Outdoor Filtern von Waterfilterwinkel zu filtern. Mit diesen Filtern trinken Sie auch unterwegs immer frisches Wasser.
Filterkanne und Filterflasche
Die einfachste Lösung ohne Einbau. Eine Filterkanne liefert gefiltertes Trinkwasser und eignet sich auch, um den Wassertank Ihrer Kaffeemaschine zu füllen. Für Sport und Wanderung gibt es Flaschen mit integriertem Filter.
Filter am Wasserhahn
Wird direkt an der Leitung montiert und filtert alles, was aus dem Hahn kommt. Im Inneren arbeitet ein Kohleblock, der einen großen Teil der Schadstoffe bindet. Praktisch für Haushalte, die viel Wasser trinken oder kochen.
Kaffeemaschine und Kaffeevollautomat
Hier zahlt sich ein Filter am deutlichsten aus. Kaffee besteht fast vollständig aus Wasser, und Kalk setzt sich genau dort ab, wo es heiß wird. Ein frischer Filter hält Kalk und geschmacksstörende Stoffe zurück — der Kaffee schmeckt besser und die Maschine hält länger.
Whirlpool und Pool
Auch hier arbeitet ein Filter — nicht für Trinkwasser, aber für klares Badewasser. Ohne ihn vermehren sich Bakterien im warmen Wasser schnell.
Gastronomie
Auch für die Gastronomie gibt es professionelle Wasserfilter. Durch den Einsatz dieser Filter servieren Sie Ihren Kunden Speisen und Getränke von höchster Qualität. Außerdem reduziert der Filter Kalkablagerungen in den oft teuren Geräten.
So finden Sie den richtigen Filter
Überlegen Sie zuerst, für welches Gerät Sie einen Filter brauchen. Suchen Sie dann die Modellnummer — sie steht meist innen, auf der Unterseite oder auf der Rückseite des Geräts. Mit Marke und Modellnummer finden Sie den passenden Filter über unseren Produktfinder in wenigen Klicks.
Häufige Fragen
Ist deutsches Leitungswasser nicht sauber genug?
Es ist trinkbar und streng kontrolliert. Ein Filter dient dem Geschmack und dem Schutz Ihrer Geräte, nicht der Sicherheit.
Wie oft muss ein Filter gewechselt werden?
Filterkartuschen in Kannen alle vier Wochen, Kühlschrankfilter zweimal im Jahr, Kaffeemaschinenfilter alle zwei Monate oder nach rund 220 Litern. Ein überfälliger Filter hält nichts mehr zurück.
Nimmt ein Filter dem Wasser wichtige Mineralien?
Eine Filterkanne senkt vor allem die Karbonathärte. Calcium und Magnesium nehmen Sie überwiegend über die Nahrung auf – ein Mangel entsteht dadurch nicht.
Hilft ein Wasserfilter gegen PFAS?
Bestimmte Filter ja, die meisten nicht. Entscheidend ist die Kombination aus Aktivkohle und Ionenaustauscher.



