

PFAS im Trinkwasser: Gut zu wissen!
PFAS stecken in der beschichteten Pfanne, in der Regenjacke und in der Pommestüte — und inzwischen auch im Trinkwasser.
Die Presse nennt sie Ewigkeitschemikalien, weil sie sich praktisch nicht abbauen. Verständlich, dass viele Menschen wissen wollen, ob ein Wasserfilter dagegen hilft.
Die kurze Antwort: Manche ja, die meisten nicht. Welche es sind und worauf Sie beim Kauf achten müssen, erfahren Sie hier.
Hilft ein Wasserfilter gegen PFAS?
Ja, bestimmte Wasserfilter können PFAS im Trinkwasser reduzieren.
Entscheidend ist dabei die verwendete Filtertechnik. Aktivkohlefilter können je nach Ausführung und Filtermaterial einen Teil der PFAS zurückhalten. Auch Umkehrosmoseanlagen gelten als wirksame Möglichkeit, die Konzentration dieser Schadstoffe zu verringern.
Allerdings ist nicht jeder Wasserfilter dafür geeignet. Einfache Filter, die hauptsächlich Kalk und Chlor reduzieren, sind nicht automatisch wirksam gegen PFAS. Ob ein Filter diese Stoffe tatsächlich entfernt, hängt von seiner Technologie, der konkreten PFAS-Verbindung und dem Zustand der Filterkartusche ab.
Wie gelangen PFAS ins Trinkwasser?
Drei Wege sind entscheidend:
Industrie. Werke, die PFAS herstellen oder verarbeiten, leiten Abwässer in Flüsse und Seen. Von dort gelangen die Stoffe ins Grundwasser — und damit in die Trinkwassergewinnung.
Landwirtschaft. Über PFAS-belasteten Klärschlamm und Dünger erreichen die Chemikalien den Boden und sickern ins Grundwasser.
Löschschaum. In der Umgebung von Flughäfen, Feuerwehrübungsplätzen und Militärstandorten wurde jahrzehntelang fluorhaltiger Löschschaum eingesetzt. Diese Flächen gehören heute zu den am stärksten belasteten in Deutschland.
Filtert eine Brita-Kanne PFAS?
Brita-Filterkannen arbeiten mit Aktivkohle und Ionenaustauscherharz. Diese Kombination reduziert PFAS, zusätzlich Chlor, Blei und Kupfer. Wichtig ist der Wechselrhythmus: Ein erschöpfter Filter hält nichts mehr zurück. Tauschen Sie die Kartusche alle vier Wochen, bei hohem Verbrauch früher.
Welcher Wasserfilter entfernt am meisten PFAS?
Für die stärkste Reduktion sorgt derzeit die Fünf-Stufen-Filterung von Zerowater. Sie kombiniert Aktivkohle mit Ionenaustauscherharzen und entfernt 99,6 Prozent der gelösten Feststoffe. Wer lieber auf natürliche Materialien setzt, findet im Ecofiltro eine Alternative aus Ton, Aktivkohle und Silber — erhältlich als 5-Liter-Variante für ein bis zwei Personen und als 20-Liter-Variante ab drei Personen.
Wie gelangen PFAS überhaupt ins Trinkwasser?
Drei Wege sind entscheidend:
Industrie. Werke, die PFAS herstellen oder verarbeiten, leiten Abwässer in Flüsse und Seen. Von dort gelangen die Stoffe ins Grundwasser — und damit in die Trinkwassergewinnung.
Landwirtschaft. Über PFAS-belasteten Klärschlamm und Dünger erreichen die Chemikalien den Boden und sickern ins Grundwasser.
Löschschaum. In der Umgebung von Flughäfen, Feuerwehrübungsplätzen und Militärstandorten wurde jahrzehntelang fluorhaltiger Löschschaum eingesetzt. Diese Flächen gehören heute zu den am stärksten belasteten in Deutschland.
Wie stark ist Ihre Region belastet?
Betroffen sind unter anderem Gebiete in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie die Räume Berlin, Frankfurt am Main und Stuttgart. Auf unserer Karte sehen Sie die gemessene Belastung in Ihrer Umgebung:
Zur Einordnung: Die Punkte sind Messstellen in Flüssen, Seen und im Grundwasser, nicht Ihr Leitungswasser – das wird vor der Lieferung kontrolliert und bei Bedarf aufbereitet. Gezeigt ist der jüngste Messwert (2020–2024) als Summe der 20 PFAS, für die im Trinkwasser seit Januar 2026 ein Grenzwert von 100 ng/l gilt. Werte unter der Bestimmungsgrenze zählen als 0.
Datenlage: Längst nicht alle Bundesländer veröffentlichen ihre Messwerte. Wo die farbigen Punkte fehlen, liegen im Datensatz keine Wasser-Messwerte vor – das heißt nicht, dass es dort keine Belastung gibt. Die violetten Punkte stammen aus einer bundesweiten Untersuchung von Flusssedimenten (Fraunhofer IME, 2021). Daten: Forever Pollution Project / PFAS Data Hub (CNRS), auf Basis von Messungen der Landesbehörden; eigene Auswertung.
Welche gesundheitlichen Folgen haben PFAS?
PFAS binden sich im Körper an Proteine in Blut, Leber und Nieren und werden nur langsam ausgeschieden. Sie sammeln sich dadurch über Jahre an. Studien verbinden eine dauerhaft hohe Aufnahme mit:
- einem geschwächten Immunsystem
- erhöhten Cholesterinwerten
- Lebererkrankungen
- Störungen des Hormonsystems
Das Umweltbundesamt sieht die Belastung des deutschen Trinkwassers derzeit überwiegend unterhalb der gesundheitlichen Leitwerte. Wer die Aufnahme zusätzlich senken möchte, kann das über einen geeigneten Filter tun.
Wo PFAS außerdem enthalten sind
Trinkwasser ist nur einer von vielen Wegen, über die wir PFAS aufnehmen können. Auch im Alltag kommen wir mit diesen sogenannten Ewigkeitschemikalien in zahlreichen Produkten in Kontakt. PFAS können unter anderem in folgenden Alltagsgegenständen und Materialien enthalten sein:
- Antibeschlagmittel
- Backpapier und beschichtete Pfannen
- Waffeleisen und Sandwichmaker
- Druckfarben und Lacke
- Elektronikgeräte und Kabelummantelungen
- Fast-Food-Verpackungen
- Feuerlöschschäume
- Fotopapier und Klebeetiketten
- Imprägniersprays
- Kosmetika und Shampoo
- Pflanzenschutzmittel
- Regenjacken und Teppiche
- Skiwachs
- Zahnseide
PFAS im Alltag: Die vielseitigen Chemikalien werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahlreichen Produkten eingesetzt. Dadurch können wir ihnen nicht nur über Trinkwasser, sondern auch über verschiedene Alltagsprodukte und Materialien begegnen.
Sechs Wege, PFAS im Alltag zu vermeiden
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Kontakt mit PFAS im Alltag zu reduzieren. Bereits kleine Veränderungen beim Einkaufen, bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln und bei der Auswahl von Kleidung oder Kosmetik können helfen, mögliche Belastungsquellen zu verringern. Mit diesen sechs einfachen Maßnahmen können Sie bewusster mit PFAS im Alltag umgehen:
- Lebensmittel richtig aufbewahren: Glas, Keramik oder Edelstahl statt beschichteter Verpackungen verwenden.
- PFAS-freie Kleidung wählen: Bei Outdoor-Kleidung, Schuhen und Imprägniermitteln auf „PFC-frei“ oder „fluorfrei“ achten.
- Beschichtete Textilien meiden: Wasser-, öl- oder fleckenabweisende Teppiche, Polster und Textilien möglichst vermeiden.
- Kosmetik prüfen: Produkte mit Inhaltsstoffen, deren Namen „fluoro“ enthalten, möglichst meiden.
- Verpackungen hinterfragen: Bei Einweggeschirr auf fettabweisende Beschichtungen achten.
- Lebensmittel bewusst auswählen: Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und Eier abwechslungsreich und maßvoll verzehren, da sie je nach Herkunft unterschiedlich mit PFAS belastet sein können.
Wichtig: PFAS lassen sich im Alltag nicht immer vollständig vermeiden. Wer bewusste Kaufentscheidungen trifft und unnötige beschichtete Produkte reduziert, kann mögliche Kontaktquellen verringern.
Häufige Fragen
Was bedeutet PFAS genau?
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen: eine Gruppe von mehreren Tausend künstlich hergestellten Chemikalien. Sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend und deshalb industriell begehrt. Weil die Fluor-Kohlenstoff-Bindung extrem stabil ist, bauen sie sich in der Umwelt kaum ab — daher der Name Ewigkeitschemikalien.
Kann man PFAS abkochen?
Nein. Kochen entfernt PFAS nicht; durch die Verdampfung von Wasser steigt die Konzentration sogar leicht an. Nur Filtration hilft.
Kann der Körper PFAS abbauen?
Nicht wirksam. Einzelne Verbindungen werden über Jahre ausgeschieden, andere verbleiben noch länger. Deshalb lohnt es sich, die Aufnahme zu senken, statt auf Abbau zu hoffen.
Wie oft muss ich einen PFAS-Filter wechseln?
Je nach Produkt alle drei bis sechs Monate, bei Filterkannen meist alle vier Wochen. Den genauen Rhythmus nennt die Produktbeschreibung. Ein überfälliger Filter schützt nicht mehr.
